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| Römerstrassen in BayernAuch lange vor unserer Zeit war unsere nähere Umgebung bereits besiedelt. Zunächst von Steinzeitmenschen, dann Bronze- und Eisenzeit (Kelten, Latene-Zeit) und dann von Römern (Rätien). Erst ab dem 6. Jahrhundert kamen die Bajuwaren.Aus römischer Zeit sind in Südbayern bedeutsame Straßen stückweise bis heute erhalten geblieben die von der Bauingenieurskunst zeugen. Daneben gibt es einige wenige historisch überlieferte Dokumente die diese Straßen teilweise mit Entferungsangaben auflisten. Echte topographisch korrekte Karten sind aus dieser Zeit jedoch nicht bekannt. Daher ist es ein spannendes Thema sich mit dem genauen Verlauf der Straßen zu beschäftigen und sie sowohl aus den archäologischen Funden als auch den historischen Dokumenten zu rekonstruieren. Dies ist kein einfaches Unterfangen, da es einige kleinere und größere Widersprüche sowie offensichtliche Lücken und auch Überlieferungsfehler gibt. Es ist aber auch bekannt, dass die Römer sehr genaue Streckenmessungen machen konnten (http://de.wikipedia.org/wiki/Hodometer). Seit ca. 200 Jahren wurden immer wieder Fortschritte gemacht, jedoch scheint es keine bisher wirklich schlüssige Interpretation zu geben, die möglichst wenig Spekulation und Hypothesen enthält. Einen Teil meiner Forschungsergebnisse der letzten Jahre habe ich der Einfachheit in einem Forum abgelegt: http://www.dsitri.de/phpBB2/viewforum.php?f=23 Früher war auch eine Diskussion möglich, was wir aber leider wegen Vandalismus abschalten mussten. Externe Linkshttp://www.kaluwi.de/Roemerstrassen.htmlhttp://www.s-line.de/homepages/cv/project.htm Grober ÜberblickEine alte Darstellung aller Strassen liefert die Tabula Peutingeriana: http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost03/Tabula/tab pe00.html
Via Claudia Augusta (http://www.viajulia.de/) Füssen - Augsburg - DonauDie Via Claudia Augusta ist die bedeutenste Straße in Bayern. Sie kommt bei Füssen über die Alpen, läuft am linken Lechufer entlang nach Augsburg und weiter bis an die Donaumündung des Lech. Reste dieser um 46 n. Chr. gebauten Straße sind noch heute im Gelände auffindbar (sehr schön am Forggensee).Via Julia (http://www.viajulia.de/) Augsburg - Rosenheim - SalzburgDie Via Julia verläuft in Ost-West-Richtung von Augsburg nach Salzburg und quert südlich von Deisenhofen / Oberhaching das Gleissental. Sie ist gut erhalten und teilweise begehbar bzw. mit dem Rad befahrbar. Der Name stammt aus der Neuzeit.Ebersberger Forststrasse: Dachau - Oberföhring - WelsEine weitere Römerstrasse verlief ebenfalls in Ost-Westrichtung nördlich von München und querte die Isar bei Oberföhring.Nebenstrasse im Hachiner Tal?Im Hachinger Tal gibt es verschiedene römische Funde. Z.B. römische Gräber, eine Villa Rustica in Taufkirchen bei München, Funde zwischen Unterhaching und Perlach bei Neubiberg, sowie eine römische Wassermühle in Altperlach. Leider gibt es hierzu fast keine Hinweise im Internet. Ein Hinweis ist jedoch: HP. Volpert, Die römische Wassermühle einer villa rustica in München-Perlach. Bayerische Vorgeschichtsblätter 62, 1997, http://www.google.com/search?q=volpert+perlach+villa+rustica. Das Siedlungsgebiet "Vivamus" (nördlich der Autobahn A8 und des ehemaligen Flughafens Neubiberg gelegen) am Hachinger Bach wurde nach einem römischen Scherbenfund benannt. Das ist sehr ausführlich in einem Buch von Hr. Volpert beschrieben (siehe unten).All das legt nahe, dass diese Siedlungen durch eine Nebenstrasse an
die Hauptstrasse Via Julia angebunden waren. Da sich solche
Strassenführungen manchmal bis heute erhalten haben, kann man über den
mutmaßlichen Verlauf spekulieren. Hierbei hilft zum einen die moderne
Strassenkarte, aber vor allem die Flurkarte von 1809, auf der die
damaligen Wege eingezeichnet sind. Diese ist z.B. im Buch "1250 Jahre
Oberhaching" mit den relevanten Bereichen abgedruckt. |